Alttextiliensammlung in der Krise

Einbruch der Verwertung von Alttextilien

Die Verwertungsmöglichkeiten für Alttextilien und -kleider in ganz Europa sind wegen der Coronakrise massiv eingebrochen, es werden keine Sammelmengen mehr abgenommen. Die globalen Absatzmärkte, insbesondere Afrika, sind buchstäblich weggebrochen, die Lager sind voll, das Sortierpersonal nicht mehr in ausreichender Zahl vorhanden. Eine Wiederverwendung bzw. stoffliche Verwertung ist derzeit nicht gegeben!

Sammelstopp bei Alttextilien

Das hat auch gravierende Auswirkungen auf Oberösterreich. Derzeit muss eine Abgabe von Alttextilien bei den ASZ und den Containersammlungen vermieden werden. Alttextilien sind in großen Lagerräumen nur befristet lagerbar, weil diese in Kontakt mit Feuchtigkeit zur Schimmelbildung neigen und dann gänzlich wertlos werden. Eine Entsorgung zuvor getrennt gesammelter Textilien in der Müllverbrennung kann aber nicht Ziel einer getrennten Alttextilsammlung sein. In den Altstoffsammelzentren gilt daher ein genereller Annahmestopp! Ebenso muss die Sammlung über die dezentralen Alttextilcontainer, zumeist betrieben von Non-Profit-Partnern wie der Volkshilfe, massiv eingeschränkt werden, bis hin zum gänzlichen Abzug derartiger Sammelbehälter. Wann der Sammelstopp wieder aufgehoben wird, ist aus heutiger Sicht nicht abschätzbar. Die Abfallverbände sind aber sehr bemüht, eine neue Entsorgungsschiene auf die Füße zu stellen.

Für diejenigen, die keine Lagermöglichkeiten für alte, noch tragbare Kleidungsstücke haben, besteht nur die Möglichkeit, sie über die Restmülltonne zu entsorgen (bzw. kostenpflichtig im ASZ).

 

 

Altkleidersammlung ASZ.pdf