Mülltrennung
Rein getrennte Altstoff-Fraktionen erhalten das Abfallsystem
Mülltrennung
Die Abfallkreislaufwirtschaft und die damit verbundenen Maßnahmen und Konzepte zählen zu den großen Vorhaben auf dem Weg zur zirkulären Wirtschaft.  Ziel ist es, die Umwelt zu schützen und Wiederverwendung, Reparatur und Recycling zu stärken. Die geforderte Steigerung von 
Sammel- und Recycling­quoten stellen die Wirtschaft und die Gemeinden sowie Haushalte vor neue Herausforderungen. 
 
Weltweit wächst der Bedarf an Produkten und Gütern und damit auch das Abfallaufkommen. Zwischen 1900 und 2000 haben sich die Abfallmengen verzehnfacht, ohne weitere Maßnahmen würden sie sich bis 2050 verdoppeln. Der überwiegende Anteil der Abfälle wird weltweit derzeit deponiert, die entsorgten Materialen gehen für den Wirtschaftskreislauf verloren. Das Abfallaufkommen in Österreich beträgt laut ARA rund 64 Mio. Tonnen. 
 
Mit Recyclingquoten von 85 % bei Papier, 86% bei Glas und 87% bei Metall liegt Österreich im Verpackungsrecycling im EU Spitzenfeld. Dennoch stellen die Recyclingziele für 2025 vor allem für Kunststoffverpackungen eine gewaltige Herausforderung dar. 
 
Die EU-Richtlinie zur Verringerung von Einwegplastik sieht vor, dass in Österreich bis 2029 mindestens 90% der Kunst­stoffgetränkeflaschen getrennt gesammelt werden müssen. Derzeit sind es rund 70%. In Österreich fallen 1,6 Mrd. Stück Kunststoffgetränkeflaschen jährlich an. Bis 2030 müssen 55% der Kunststoffverpackungen recycelt werden. Das Recycling von Plastik und der Wiedereinsatz von rezyklierten Materialien wird aber durch zu billige Primärrohstoffe eingebremst. 
 
Auch beim achtlosen Wegwerfen des Mülls in der Natur (Littering), machen Einwegverpackungen stückmäßig mit etwa 75% den größten Anteil aus. Da Abfälle nicht einfach verschwinden, kommt es im Laufe der Zeit zur Zersetzung und somit unter anderem zur Entstehung von Mikroplastik. Zudem wird die Kreislaufwirtschaft durch das achtlose Wegwerfen von Materialien gestört, da diese Abfälle nicht verwertet werden können. Um diese Vermüllung der Umwelt zu reduzieren, bieten sich Pfandsysteme als hervorragendes Instrument an. Der OÖ. Landtag hat im Vorjahr bereits einstimmig die Sinnhaftigkeit einer Stärkung des Mehrweganteils, sowie Pfandeinführung erkannt. 
 
In unserer Gemeinde stehen die Sammelstelle in Langwiesen und das Altstoffsammelzentrum in Mittertreffling zur Sammlung von Altstoffen zur Verfügung. Jeder Bürger kann sich mit dem genauen Trennen der Fraktionen aktiv am Umwelt- und Klimaschutz beteiligen. Der Leiter des ASZ Mittertreffling Franz Kagerer ist erfreut über die hohe Sammelbereitschaft der Engerwitzdorferinnen und Engerwitzdorfer. Er appelliert aber an die Bürger trotz der Einführung des Gelben Sackes und der Papiertonne die eindeutigen Kunststoff- und Plastikfraktionen weiterhin getrennt in das Sammelzentrum zu bringen, denn nur so wird der Altstoff am günstigsten Weg dem Abfallkreislauf zugeführt. Beim Trennen von Papier und Karton verhält sich das genau so. 
 
Die getrennten Stoffe werden nach der Sammlung zum Abfall-Logistikzentrumnach Wels transportiert. Dort werden einige Abfallarten gesondert verwertet und behandelt. Die Sekundärstoffe werden an Produktionsstätten weiterverkauft und dadurch Erlöse erzielt. Damit wird das gesamte oberösterreichische Abfallsystem (Erhaltung ASZ, Bezahlung der Mitarbeiter, etc.) erhalten und zusätzlich werden die Abfallgebühren der oberösterreichischen Bürger konstant gehalten.
 
Aber nicht immer muss alles sofort entsorgt werden. Gerade bei Elektrogeräten zahlt sich die Reparatur aus und ist nachhaltig. Oft sind es nur kleine und rasch reparierbare Defekte und teure Geräte können noch lange weiter verwendet werden. Das Repair-Café in Gallneukirchen bietet so einen Service an. Das nächste Treffen findet am Donnerstag, den 3. Dezember im Pfarrzentrum St. Gallus statt. Bringen Sie Ihre defekten Geräte und Gegenstände mit – gemeinsam wird versucht diese zu reparieren. 
 
Quelle: ARA Österreich und BAV OÖ